Monatsspruch Juni 2020

1. Buch der Könige Kapitel 8,Vers 39

Kommt sie oder kommt sie nicht?!
Die neue Corona-App! Angekündigt ist sie ja. Ab Mitte Juni wird sie einsatzbereit sein. Jeder soll sie dann auf dem Smartphone haben. Um in diesen Zeiten Infektionsketten nachvollziehen zu können. Die App warnt mich, wenn ich Kontakt zu einem Menschen habe, der sich mit Corona angesteckt hat. Eigentlich eine gute Idee! Zum eigenen Schutz. Zum Schutz anderer.

Noch ist die App nicht da. Aber schon sorgt sie für Aufsehen und jede Menge Kritik. Weil nicht klar ist: Welche Daten von mir sammelt die App eigentlich? Wo werden die gespeichert? Und wie lange? Klar ist aber: Mit Hilfe dieser App kann jederzeit nachvollzogen werden, wo ich gewesen bin. Wo ich eingekauft habe. Wen ich eventuell getroffen habe. Wo ich aktuell gerade bin.

Aber Moment! So neu ist das doch nicht! Das kenne ich doch auch aus Zeiten vor Corona. Ich gehe irgendwo essen und verbringe ein, zwei gemütliche Stunden in einem Restaurant. Kaum zu Hause finde ich auf meinem Handy die Nachricht: „Bewerten Sie Ihren Besuch im Restaurant XY“. Oder: „Teilen Sie Ihren Freunden mit, dass Sie im Restaurant XY waren“.
Und das alles nur, weil ich mein Handy dabei hatte und dummerweise die Standort-Funktion nicht ausgeschaltet habe. Dann weiß Google eben jederzeit, wo ich bin. Welches Restaurant ich aufsuche. In welchem Laden ich einkaufe.  

Eine App, die mich ganz genau kennt!?
Manchmal macht mir das Angst! Manchmal will ich das gar nicht! Weil ich die gar nicht kenne, die da alles von mir wissen. Weil ich gar nicht weiß, was die mit diesem Wissen alles anfangen. Da ist das Zuschicken von Werbung wahrscheinlich noch das Harmloseste.

Dass mich einer ganz genau kennt!? Manchmal tut das aber auch gut! Wenn einer mich genau kennt! Wenn einer auch ohne viel Worte weiß, wie es mir gerade geht. Wie es im Moment in mir aussieht.

Da kennt dich einer durch und durch! Der König Salomo, von dem die Worte unseres Monatsspruches stammen, der weiß: Ich bin durchschaut! Es gibt einen, der mein Innerstes kennt. Der mein Herz kennt. Der auch das kennt, was ich mir selbst vielleicht gar nicht eingestehen will.
Der meine Hoffnungen kennt! Der weiß, was ich mir für mein Leben wünsche. Was da im Moment ganz weit oben auf der Liste steht.
Und der auch meine Sorgen, meine Fragen, meine Unsicherheit kennt! Gerade in diesen Tagen und Wochen. Wo so vieles anders ist. Wo wir gerne wieder ein Stück Normalität hätten. Auch wenn die anders sein wird. Anders als vor Corona

Salomo weiß: Es gibt einen, der kennt das alles. Der kennt mich durch und durch! Besser als ich mich selbst kenne! Gott, der mich geschaffen hat. Er weiß, wie es mir gerade in diesen Tagen geht.

Gott kennt dich durch und durch! Ich weiß nicht, was du dabei als erstes denkst! Vielleicht: Bloß nicht! Das macht mir Angst!
Mir jedenfalls tut das gut: Zu wissen, da ist einer, der zu jeder Zeit weiß, wie es mir jetzt gerade wirklich geht. Und der mich mit all dem eben nicht allein lässt.

Gott geht es nicht darum, meine Daten für irgendwelche Zwecke zu sammeln. Dem geht es wirklich um mich. Dem geht es darum, mein Leben mit mir teilen – jeden Tag. Gerade auch jetzt.

Ihr/ Euer Michael Goldau

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   





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