Monatsspruch April 2020

1. Korintherbrief Kapitel 15 Vers 42

„Und dann?“
Wer Kinder hat oder Enkelkinder, der kennt diese Frage. „Und dann?“
„Wir gehen jetzt auf den Spielplatz!“ „Und dann?“ „Wenn es dunkel wird gehen wir wieder nach Hause!“ „Und dann?“ „Dann gibt es Abendessen!“ „Und dann!“ „Dann gehst du ins Bett und schläfst und wir haben endlich Ruhe!“ „Und dann…“
Kinder können diese Frage endlos weiter stellen. Weil Kinder alles genau wissen wollen, weil sie wissen wollen, was kommt dann! Und sie geben da keine Ruhe.

„Und dann?“ Um genau diese Frage geht es auch in den Worten des Paulus. Um die Frage: Was kommt dann? Wenn wir den Spielplatz dieses Lebens verlassen? Wenn wir dann nach Hause gehen? Was Kommt dann? Was kommt nach diesem Leben?
Oder ganz persönlich: Was kommt nach deinem Leben? „Und dann?“

Viele sagen: Es gibt nur dieses Leben. Danach kommt nichts mehr! Es gibt nur das, was wir hier ringsum uns herum sehen und erleben. Und das, war‘s dann! Ende – aus - vorbei!
Deshalb ist es gut, deshalb ist es wichtig, dieses Leben zu genießen. Möglichst viel in dieses Leben reinzupacken. Nur, um nicht vielleicht das Entscheidende zu verpassen.
Wer das so sieht, für den ist am Ende des Lebens ein Punkt. Und wer in der Schule in Deutsch aufgepasst hat, der weiß: Der Punkt steht am Ende eines Satzes und zeigt: Dieser Satz ist hier zu Ende und geht auch nicht mehr weiter.
Und genau das glauben viele Menschen von ihrem Leben: Dass mit dem Tod alles aus ist – endgültig. Dass der Tod am Ende einen Punkt hinter unser Leben setzt. Und das war’s dann. Da geht nichts mehr weiter.

Paulus sieht das anders. Ja, sagt er! Dein Leben hier in dieser Welt das ist vergänglich. Das spürst du, das erlebst du selbst. Verweslich, sagt Paulus. Da bleibt nichts für immer. Nicht einmal die Gedanken, Augenblicke und Spuren, die wir in der Erinnerung anderen hinterlassen. Auch die verblassen – vergehen irgendwann. Sind verweslich, würde Paulus sagen.
Nein, von diesem Leben bleibt nichts. So schwer es uns fällt, uns das selbst einzugestehen. „Erde zur Erde, Asche zur Asche, Staub zum Staub.“ Das ist die Wahrheit über unser Leben.

Aber die Worte des Paulus erinnern uns daran: Es ist nur die halbe Wahrheit.
Der Tod – der setzt am Ende meines Lebens keinen Punkt. Für den, der glaubt, der auf Gott vertraut, der darauf vertraut, dass Jesus auferstanden ist, dass Gott die Macht hat, mit dem Tod fertig zu werden, für den ist der Tod kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt.
Am Ende meines Lebens steht ein Doppelpunkt. Und der zeigt: Da geht noch was! Da geht es weiter!

„Und dann?“ Paulus sagt: Dann kommt das Beste noch. Ein neues Leben. Ein Leben das bleibt. Das vergeht nicht mehr. Wir werden bei und mit Gott leben – für immer. Wie immer das dann auch sein wird – eins steht fest, sagt Paulus: Es ist unverweslich. Kein Krebs, kein Alzheimer, keine Demenz mehr. Dieses Leben vergeht nicht mehr.

Lass uns auf dieses Leben hoffen und dieses Leben feiern – jeden Tag - und jetzt zu Ostern noch einmal ganz besonders.

Ihr/ Euer Michael Goldau

 

 

Monatsspruch Februar 2020

Monatsspruch Februar      1. Korintherbrief Kapitel 7 Vers 23

Der 31. August und der 31. Januar! 
Zwei ganz wichtige Termine – zumindest für alle, die sich für Fußball interessieren. An diesen Terminen endet das Transfer-Fenster im Sommer und im Winter – also der Zeitraum, in dem Spieler von einem Verein zu einem anderen wechseln können – meistens für viel Geld, sehr viel Geld!

Umgerechnet 222 Millionen Euro hat Paris St. Germain auf die Theke des Hauses gelegt, damit der Brasilianer Neymar für seinen neuen Verein die Fußballstiefel schnürt.  Unglaublich, oder?!
Da ist Lucas Hernandez, der in dieser Saison zum FC Bayern in die Bundesliga wechselte, eigentlich ein Schnäppchen.

Wo würden wir uns wohl wiederfinden auf so einer Transfer-Liste? Was sind wir wert? Ich glaube, bei meinen fußballerischen Fähigkeiten würden weder der FC Bayern noch Paris St. Germain auch nur einen müden Euro für mich bezahlen.

Und doch sagt die Bibel: Du bist unglaublich wertvoll! Auch wenn du nicht Fußball spielen kannst wie Neymar! Du bist mehr wert als 222 Millionen.
Gott hat viel mehr für dich gegeben! Er hat dich teuer erkauft! Es hat ihn alles gekostet! Es hat ihn seinen Sohn gekostet – Jesus!
Gott hat seinen Sohn gegeben, um uns – um dich und mich – teuer zu erkaufen! Um es in der Fußballersprache zu sagen: Er hat seinen Sohn gegeben als Ablösesumme, damit du und ich von jetzt an in seiner Mannschaft spielen. Damit du und ich zu ihm gehören.

Du und ich – und alle Menschen! Denn Gott hat diese Ablösesumme für alle Menschen bezahlt – für alle gleich! Nicht für den einen mehr und für mich vielleicht weniger! Nein, die Ablösesumme ist für alle gleich.
Und jetzt gehöre ich in seine Mannschaft, ich habe da einen Stammplatz.

Und der Monatsspruch mahnt uns: Vergiss das nicht! Du gehörst zu Gott! In seinen Augen bist du unglaublich wertvoll!
Deshalb mach dich nicht abhängig! Nicht abhängig von anderen Menschen. Von dem, was sie über dich sagen oder denken! Mach dich nicht abhängig von den Erwartungen und Ansprüchen, die andere an dich haben.
Du bist wertvoll so wie du bist! Nicht erst dann, wenn du so bist, wie andere dich haben wollen.

Werdet nicht der Menschen Knechte!

Ich ein Knecht?! Ich lebe doch in einem freien Land! Ich genieße hier doch alle Freiheiten, die man haben kann! Aber wie frei bin ich wirklich?

Denk mal drüber nach: Was tue ich nicht alles von morgens bis abends, um vor anderen Leuten und vor mir selbst gut dazustehen!
Ich versuche allen Erwartungen und Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei sind meine eigenen oft diejenigen, die mich am meisten tyrannisieren.
Ich setze mich unter Druck, um niemanden zu enttäuschen; verbiege mich, schiele nach Ansehen und Anerkennung. Rotiere oft wie ein Hamster im Rad – in ständiger Angst, dass es am Ende doch nicht genügt.
Wie befreiend sind da die Worte aus dem Monatsspruch: Du bist erkauft! Du bist frei! Mach dich nicht wieder abhängig. Nicht von dem, was andere von dir erwarten. Nicht von dem, womit du dich selbst unter Druck setzt.

Du musst dich nicht verbiegen. Du musst dich nicht selbst klein machen. Du bist unendlich wertvoll! Du bist geliebt von Gott!

Ach ja, der 31. August und der 31. Januar – diese beiden Termine gelten bei Gott nicht. Bei Gott gibt es keine Transfer-Fenster, die irgendwann geschlossen sind.

In seine Mannschaft kann ich jederzeit wechseln. Weil er schon längst bezahlt hat – auch für mich. Also, was hindert dich, demnächst für Gott aufzulaufen? Dein Leben mit ihm zu leben? Teuer erkauft und frei!

Ihr/ Euer Michael Goldau