Region

„Siegen-Süd“

 

 

 


Auf dem Weg von Eisern/ Rinsdorf nach Emmaus (2020)
Schritte auf dem Weg der Vereinigung (2019)
Tendenzbeschluss (Juli 2018)
Absichtserklärung (2017)
Der Veränderungsprozess geht weiter (2017)
Aktion Niederschelden (2016)
Aktion Eisern (2016)
"Vier gewinnt" - Die Zukunft der Region gestalten (2015)
"Prozess "KirchenkreisSiegen2025" - Was ist das? (2015)

 

Auf dem Weg
von Eisern/ Rinsdorf
nach Emmaus

Die neue Kirchengemeinde macht sich auf den Weg

Jedes Jahr bringt Neuerungen. Auch das Jahr 2020. Für uns wird es ganz entscheidende Neuerungen bringen.

Ab dem 01.01.2020 wird es die Ev. Kirchengemeinde Eisern in ihrer jetzigen Form nicht mehr geben. Wir werden Teil der neuen Ev.-ref. Emmaus-Kirchengemeinde Siegen.

Zusammen mit den Geschwistern aus Eiserfeld, Gosenbach und Niederschelden machen wir uns auf den Weg, als eine Gemeinde zusammenzuwachsen.

Der Weg von Jerusalem nach Emmaus, den die beiden Jünger damals am ersten Ostertag gegangen sind, der ist ca. 10 Kilometer lang. Den legt man in 2-3 Stunden zurück. Der Weg, der jetzt vor uns liegt, der wird länger sein.

Da gibt es jetzt vieles zu regeln und auf den Weg zu bringen: die Arbeit der Gemeindebüros muss aufeinander abgestimmt werden, ein neuer Gemeindebrief für die neue Gemeinde soll im Herbst 2020 an den Start gehen, ein neues Presbyterium wird im April für die Gesamtgemeinde gewählt werden.

Eine weitere Änderung, die ab dem 1.Januar greift, betrifft meine Arbeit als Pastor. Ich werde neben dem Gebiet der alten Kirchengemeinde Eisern nun auch seelsorglich zuständig sein für Gemeindeglieder im Bereich der ehemaligen Kirchengemeinde Eiserfeld, die in der Kohlenbach, am Kaiserschacht und im Wiedthal wohnen.

Altes und Gewohntes werden wir mit auf den Weg nehmen. In den künftigen Gemeindebezirken wird das, was sich dort in der Gemeindearbeit bewährt hat, auch erhalten bleiben.

Aber auch Neues werden wir auf dem Weg miteinander entdecken und schätzen lernen.
„Einheit in Vielfalt“ – das war das Motto, unter dem sich unser Kirchenkreis auf dem Kirchentag in Dortmund präsentiert hat. Das würde ich mir wünschen für unsere neue Gemeinde: Dass wir die Vielfalt in ihr entdecken und als Bereicherung erleben und in dieser Vielfalt uns doch als Einheit verstehen – und mehr und mehr zusammenwachsen.

Wir machen uns auf einen Weg, auf dem manches sicher auch noch unsicher ist – so wie bei den beiden Jüngern auf ihrem Weg nach Emmaus.

Aber wir gehen diesen Weg in einem Vertrauen, das diese beiden Jünger noch nicht hatten: Wir gehen diesen Weg nicht allein. Jesus geht diesen Weg mit uns. Mit seinen Möglichkeiten dürfen wir rechnen.

Seine Jünger haben das im Nachhinein erkannt, als er das Brot bricht. Wir hoffen darauf, dass wir das an dem einen oder anderen Punkt auch auf dem Weg schon spüren und miteinander erleben: Dass unser Herr mit uns auf dem Weg ist; mit uns auf dem Weg hin zu den Menschen in unserer neuen Gemeinde.

Mit uns unterwegs in dann geänderten Strukturen und doch immer noch mit dem gleichen Auftrag: Den Menschen das zu sagen und zu zeigen, dass Gott sie liebt – bedingungslos – und dass er für ihr Leben eine ewige Perspektive hat.

Machen wir uns dazu auf den Weg mit dem Motto der CVJM-Jungschar: Mit Jesus Christus mutig voran!

                                                     Ihr/ Euer Michael Goldau

 

Schritte auf dem Weg
der Vereinigung

Auf den außerordentlichen Gemeindeversammlungen am 14. und 18. April ist die Gemeinde noch einmal ausführlich über die weiteren Schritte der Vereinigung unserer Kirchengemeinde Eisern mit den Nachbarkirchengemeinden Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach informiert worden.

Das Presbyterium hat anschließend auf seiner Sitzung am 29. April den Beschluss zur Vereinigung offiziell gemäß der Beschlussvorlage des Landeskirchenamtes gefasst.

Der Beschluss im Wortlaut:

„Die Vereinigung der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gosenbach,  der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Niederschelden, der Evangelisch- Reformierten Kirchengemeinde Eiserfeld und der Evangelischen Kirchengemeinde  Eisern wird auf der Grundlage des Urkundenentwurfs und des Protokolls der Gemeindeversammlungen vom 14./18. April 2019 beantragt.
Die Hauptanschrift der neuen Kirchengemeinde ist     Kirchberg 9, 57080 Siegen (Gemeindebüro Niederschelden)

 

Der Name der vereinigten Kirchengemeinde wird „Ev.-ref. Emmaus-Kirchengemeinde Siegen“ lauten.

 

Die weiteren Schritte:

 

Bis zum 30. September 2019 bleiben die Presbyterien der Gemeinden die Leitungsorgane. Ab dem 01. Oktober 2019 wird ein Bevollmächtigen-Ausschuss diese Aufgabe übernehmen.
Diesem Bevollmächtigten-Ausschuss (BVA) gehören aus jeder Gemeinde 4 Presbyter/innen und die jeweiligen Pfarrer an. (Aus unserer Gemeinde: Andrea Rink, Martin Schmeck, Thorsten Langenbach und Wolfgang Petri sowie Pastor Michael Goldau).
Der BVA übernimmt bis zur Wahl und der Einsetzung der Presbyter der neuen Gemeinde im April 2020 die Leitungsaufgaben der einzelnen Gemeinden.
Laut Kirchenordnung hat der BVA die Primäraufgabe, eine Presbyteriumswahl vorzubereiten und durchzuführen.

Die Beschlüsse der einzelnen Gemeinden zur Vereinigung werden an den Kreissynodalvorstand gesendet. Dieser fasst dazu einen Beschluss, der an das Landeskirchenamt weitergeleitet wird.

Danach erfolgt die Beschlussfassung durch das Landeskirchenamt.

Die Vereinigung ist geplant für den 01. Januar 2020.

Am 05. April 2020 findet dann die Wahl der Presbyter für die dann vereinigte Kirchengemeinde statt. Gewählt wird in den Grenzen der ehemaligen Gemeinden – d.h. in den Gemeindebezirken der neuen Gemeinde. Jeder Gemeindebezirk entsendet – unabhängig von der Gemeindegliederanzahl – vier Presbyter/innen in das neue Presbyterium.

Diese Presbyter werden dann am 26. April 2020 in ihr Amt eingeführt.

Damit endet der formale Prozess der Vereinigung und die eigentliche Arbeit beginnt. In vielen einzelnen Bereichen (Gemeindebüro/ Jugendarbeit/ Diakonie etc..) wird dann die Gemeindearbeit neu geordnet werden. Dabei sollen bisher gewohnte Strukturen und Profile erhalten bleiben. Manches wird an die neuen Gegebenheiten auch angepasst werden.

Aber neben all diesen sicherlich auch wichtigen organisatorischen Überlegungen wird es die entscheidende Aufgabe sein, in der Zukunft wirklich zu einer Gemeinde zusammen zu wachsen und sich als eine Gemeinde zu verstehen lernen.

Da sind wir dann wie die Emmaus-Jünger auf dem Weg
– unsicher, wie es weitergeht, wie der Weg aussehen wird

– aber mit der Gewissheit: Unser Herr geht mit!

– und mit der Hoffnung, dass wir das wie die Emmaus-Jünger zu manchen Gelegenheiten auch ganz konkret erfahren dürfen.

 

 

Tendenzbeschluss

Gut ein Jahr haben die Arbeitsgruppen „Satzung“, „Seelsorgebezirke“, „Finanzen und Gebäude“ und „Kommunikation“ sich Gedanken zu den Grundlinien einer möglichen Vereinigung der vier Gemeinden der Region gemacht.

Das Ergebnis liegt jetzt in Form eines „Tendenzbeschlusses“ vor, der in den Presbyterien beraten wurde und den Gemeinden auf außerordentlichen Gemeindeversammlungen vorgestellt worden ist.

Hier der Tendenzbeschluss im Wortlaut:

Tendenzbeschlusses
zur Vereinigung der Kirchengemeinden
der Region 3:
Eiserfeld, Eisern, Gosenbach, Niederschelden

Die Ev. Kirchengemeinden Eiserfeld, Eisern, Gosenbach, Niederschelden beabsichtigen die Vereinigung zu einer Kirchengemeinde (Name und Siegel noch offen) zum 01.01.2020.

Im Vorfeld dieses Tendenzbeschlusses haben die von den vier Presbyterien eingesetzten Arbeitsgruppen Seelsorge, Gebäude-Finanzen-Personal, Satzung und Kommunikation Leitlinien erarbeitet, die bei der Umsetzung der Vereinigung in Geltung kommen sollen:

Die vier Kirchengemeinden gehen in die Form fest umgrenzter Gemeindebezirke über: Die zukünftigen Gemeindebezirke entsprechen den ehemaligen Kirchengemeinden. In den Gemeindebezirken lebt das gewachsene Profil der ehemaligen Kirchengemeinden fort. Die gewachsene Prägung der Bezirke wird geschützt und gefördert.

Die wesentlichen Dienste, Aufgaben und Funktionen der Gemeinde („Gemeinde vor Ort“) finden weiterhin wohnortnah auf der Ebene der Gemeindebezirke statt:

Die Möglichkeit, sich wohnortnah in den Gemeindebezirken (also in den ehemaligen Kirchengemeinden) zu beheimaten und zu engagieren und hier Verantwortung zu übernehmen, bleibt erhalten und wird gefördert.

Im Bereich Seelsorge wird die pfarramtliche Versorgung in Seelsorgebezirken/Seelsorgebereichen organisiert, welche die Zuständigkeitsbereiche der Pfarrerinnen und Pfarrer umschreiben.

Die Seelsorgebezirke/Seelsorgebereiche werden nach der Zahl der zur Verfügung stehenden Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. nach deren Dienstanteilen umschrieben und bei Veränderungen durch Beschluss des Presbyteriums angepasst.

Für den Zeitpunkt einer möglichen Vereinigung 2020 bedeutet dies auf der Basis der aktuell vorliegenden Gemeindegliederzahlen Seelsorgebezirke/Seelsorgebereiche mit einer Größe von +/- 2.600 Gemeindegliedern pro Pfarrstelle mit 100% Dienstumfang. Für 2025 ergeben sich dann Seelsorgebezirke/Seelsorgebereiche mit einer Größe von +/- 3.330 Gemeindegliedern pro Pfarrstelle mit 100% Dienstumfang.

Für jedes Gemeindeglied gibt es eine klare Zuständigkeit einer Pfarrperson. Die konkrete Umsetzung soll bei Kasualien - nach Absprache – möglichst flexibel gehandhabt werden.

Im Bereich Gebäude-Finanzen-Personal umfasst diese Leitlinie den folgenden Gebäudebestand:

Kg Eisern

Kirche, Gemeindehaus, Pfarrhaus, 1 Kita

KG Eiserfeld

Kirche, Gemeindehaus, Pfarrhaus, 2 Kitas

Besonderheit: Christuskirche und Kapelle Kaiserschacht werden verkauft

KG Niederschelden

Kirche, Gemeindehaus, 3 Pfarrhäuser, 1 Kita

KG Gosenbach

Kirche, Gemeindehaus, Pfarrhaus, 1 Kita

 

Am derzeitigen Status des Personals soll nichts verändert werden. Bei einer Vereinigung müssen aber die Arbeitsverträge auf die neue Kirchengemeinde ausgestellt werden. Bei der Anzahl des Personals werden sich vorläufig keine Veränderungen ergeben.

Der Finanzstatus der vier Kirchengemeinden zeigt, dass die Kirchengemeinden wirtschaftlich gut aufgestellt sind für einen Zusammenschluss. Die Zusammenführung der Haushalte ist unproblematisch.

Der Entwurf der Satzung ist diesem Tendenzbeschluss beigefügt. – Ergänzend zur Satzung wird festgehalten: Im Presbyterium sollen die vier Gemeindebezirke paritätisch vertreten sein. Dazu sollen bei den Kirchenwahlen vier Wahlbezirke gebildet werden, die den Gemeindebezirken entsprechen und in denen nach Wahlbezirksvorschlagslisten gewählt wird.

Im Bereich Kommunikation umfasst diese Leitlinie den folgenden Aspekt: In den August/September-Ausgaben der Gemeindebriefe soll eine Ideenfindung zum Namen der neuen Gemeinde durchgeführt werden. Die Gestaltung des Siegels ist abhängig vom neuen Namen der Kirchengemeinde.

Nach der Abstimmung in den einzelnen Presbyterien wird der Tendenzbeschluss über den Superintendenten dem Landeskirchenamt zugeleitet, welches dann auf dieser Grundlage den Entwurf einer Vereinigungsurkunde erstellt. Diese wird über den Superintendenten in die Kirchengemeinden zur weiteren Beratung gegeben. Der Urkundenentwurf enthält den Namen der neuen Kirchengemeinde, den Bekenntnisstand, die Nummerierung der Pfarrstellen, die Regelung der Rechtsnachfolge und das Datum des Inkrafttretens. Hierzu werden Gemeindeversammlungen durchgeführt und danach die abschließenden Beschlüsse über die Vereinigungsurkunde gefasst. Hierzu gehört auch ein korrespondierender Beschluss des Kreissynodalvorstands. Im Anschluss daran werden alle Beschlüsse einschließlich der Protokolle der stattgefundenen Gemeindeversammlungen dem LKA vorgelegt. Danach erfolgt die Beschlussfassung durch das Landeskirchenamt.

zurück zum Seitenanfang ►

 

 

Absichtserklärung der Gemeinden

Vier gewinnt!“
Die Zukunft
der Region Siegen-Süd gestalten


Mit diesem Ziel hat sich eine Arbeitsgruppe aus Gemeindegliedern aus den Gemeinden in Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach vor mehr als 2 Jahren auf den Weg gemacht, gemeinsam darüber nachzudenken, wie Gemeindearbeit in den Gemeinden unserer Region im Jahr 2025 unter dann veränderten Bedingungen und im Rahmen der von der Landeskirche vorgegebenen Strukturen  miteinander gestaltet werden kann.

Aus unserer Gemeinde haben an diesem Beratungsprozess Andrea Rink, Frank Gerbershagen, Jochen Grisse und Michael Goldau teilgenommen.

In vielen Treffen wurden die verschiedenen Möglichkeiten gemeindlicher Zusammenarbeit beraten und dabei Vorteile und mögliche Schwierigkeiten abgewogen.

Das Ergebnis dieses Beratungsprozesses war eine Empfehlung der Arbeitsgruppe an die Presbyterien, über eine mögliche Vereinigung der vier Gemeinden der Region nachzudenken. Diese Empfehlung ist von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe allen Presbyterien vorgestellt worden und dort in mehreren Sitzungen ausführlich beraten worden.

Auf einer gemeinsamen Sitzung aller Presbyterien am 14. März diesen Jahres in Eiserfeld ist die nachfolgende Absichtserklärung verabschiedet worden.

Absichtserklärung der Kirchengemeinden in der Region Siegen-Süd

Das Presbyterium der Kirchengemeinde Eisern beschließt gleichlautend mit den Presbyterien der Ev. Ref. Kirchengemeinde Eiserfeld, Niderscheldenund Gosenbach, dass die Kirchengemeinden Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach sich zu einer neuen Kirchengemeinde vereinigen wollen.

Vor einer Entscheidung über einen Tendenzbeschluss zur Vereinigung müssen die folgenden Fragen von den  Kirchengemeinden Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach einvernehmlich geklärt werden.

  • ► die Satzungsfrage (Klärung der Kompetenzen)
  • ► die Gemeindebezirksgrenzen und die Seelsorgebezirke
  • ► die Verteilung der Presbyteriumssitze
  • ► die zukünftige Gebäudestruktur
  • ► der künftige Haushalt


Für den Vereinigungsprozess sollen folgende Leitgedanken beachtet werden:

  • • Die örtliche Identität ist zu achten.
  • • Die örtliche Zuständigkeit der Pfarrpersonen ist zu
  •    gewährleisten.
  • • Das inhaltliche Profil der Orte ist zu erhalten.
  • • Es ist ein sorgfältiger Umgang mit internen Gemeindegrenzen
  •    (zukünftige Bezirksgrenzen) zu gewährleisten.
  • • Auf eine gerechte Verteilung der Arbeitsumfänge der
  •    PfarrerInnen ist zu achten.
  • • Eine offene und umfassende Information und Kommunikation
  •    auf allen Ebenen ist zu gewährleisten.
  • • Der Vertrauensschutz für Grundsatzbeschlüsse, die in der
       Vergangenheit liegen, soll  für eine Übergangszeit bestehen    
  •    bleiben.
  • • Die enge Abstimmung der beteiligten Presbyterien bei
       weitreichenden Beschlüssen (ab 25.000,- €) im Vorfeld der    
  •    Vereinigung ist zu praktizieren.
  •  
  • Der zeitliche Ablauf der Vereinigung richtet sich nach den Ergebnissen der Klärung der offenen Fragen. Die Vereinigung ist für 2020 angedacht. Ein Tendenzbeschluss zur Vereinigung (mit genauer Zeitangabe und der Bitte an das Landeskirchenamt eine entsprechende Urkunde vorzubereiten) wäre noch zu fassen.

Diese Absichtserklärung ist von allen Kirchengemeinden mittlerweile gleichlautend beschlossen worden.

In der Folge werden jetzt Arbeitsgruppen zu folgenden Fragenbereichen gebildet:

  • Satzung (Gestalt der Presbyterien /Kindergärten)
  • Gebäude + Finanzen + Personal (Küster/ Büro/ Orgel/ Kita...)
  • Gemeindeglieder/ Seelsorgebezirke/ Pfarrdienst)  
  • Kommunikation in die Gemeinde/ Name der neuen Kirchengemeinde  

In diese Arbeitsgruppen werden aus jeder Gemeinde jeweils zwei Mitglieder entsandt. Sie haben die Aufgabe, die Dinge, die im Vorfeld einer möglichen Vereinigung zu bedenken sind, gemeinsam zu klären.

Auf den Gemeindeversammlungen in diesem Jahr am 8. Oktober in Eisern und am 15. Oktober in Rinsdorf (jeweils nach dem Gottesdienst) soll die Gemeinde ausführlich über das weitere Vorgehen informiert werden.

Gleichzeitig soll der Gemeinde die Möglichkeit gegeben werden, mit Nachfragen, Anmerkungen und Vorschlägen zu diesem Prozess Stellung zu nehmen und eventuell auch Gemeindeglieder zu benennen, die bereit sind, sich mit ihren Gedanken und Vorstellungen in den Arbeitsgruppen einzubringen.

zurück zum Seitenanfang ►

 

Der Veränderungsprozess
geht weiter

Im Sommer 2013 hat die Synode des Kirchenkreises Siegen mit sehr großer Mehrheit einen Gestaltungsprozess beschlossen, der in einer mittel- bis langfristigen Perspektive die Situation der Kirchengemeinden und Regionen in unserem Kirchenkreis in den Blick nimmt.

In unregelmäßigen Abständen haben wir an dieser Stelle darüber berichtet, dass die Presbyterien unserer Region, zu der wir mit den Kirchengemeinden Eiserfeld, Eisern und Niederschelden gehören, hierzu einen Beratungsprozess ins Leben gerufen haben. Dieser Prozess wird von der Gemeindeberatung unserer Landeskirche begleitet.

Ab 2023 werden wir, bei ca. 12.000 Gemeindegliedern in der Region, noch insgesamt 4 Pfarrstellen haben. Derzeit verfügt die Region noch über 5,5 Pfarrstellen. Seit gut zwei Jahren beschäftigt sich eine von den Presbyterien der Kirchengemeinden eingesetzte Projektgruppe mit der Frage, was dies konkret für die kirchliche Arbeit in unseren Kirchengemeinden bedeutet und wie diese auch zukünftig zum Wohl unserer Gemeindeglieder gestaltet werden kann.

Dass sich bei weniger Pfarrstellen in der Region Änderungen ergeben werden, liegt auf der Hand. Der Projektgruppe ist aber dabei vor allem wichtig, dass Kirche vor Ort ist und bleibt, die Pfarrerin/der Pfarrer für einen fest definierten Seelsorgebezirk weiterhin zuständig sein wird und die Gemeindeglieder ein vertrautes Gesicht vor Ort haben.

Um dieses sicherzustellen, so die Projektgruppe, ist eine möglichst enge Verzahnung der Region nötig, die dem Pfarrpersonal viel Freiraum für die seelsorgerische Arbeit, sowie Entlastung im verwaltungstechnischen und organisatorischen Bereich schafft.

Hierzu hat die Projektgruppe der Region jetzt Vorschläge unterbreitet. Aufgabe der Presbyterien wird es nun sein, die Vorschläge zu prüfen und abzuwägen. Über den weiteren Verlauf des Gestaltungsprozesses und die sich daraus ergebenden Änderungen werden wir im Gemeindebrief weiterhin informieren und das Thema anlässlich einer Gemeindeversammlung erörtern.

Friedrich Seidel  (Mitglied der Projektgruppe KirchenkreisSiegen2025)

zurück zum Seitenanfang ►

 

„Vier gewinnt“ – Team Niederschelden erstattet Bericht

Unsere „4 gewinnt“ - Begegnungsgruppe, die sich im Rahmen der anstehenden Regionalentwicklung für die Region Siegen-Süd unter der Leitung von Judith Schiltz aus den 4 Kirchengemeinden der Region zusammen gefunden hatte, traf sich Mitte September zum letzten Arbeitseinsatz unter dem Motto „Besser spät als nie“.
Unsere Aufgabe, am Kindergarten Heinrichstraße in Niederschelden ein Klettergerüst aufzubauen, verzögerte sich seit April aufgrund von Lieferschwierigkeiten ständig. Als aber nach Monaten erfolglosen Wartens auch noch der Zoll Einspruch bezüglich diverser Sicherheitsbestimmungen erhob, beschlossen die Erzieherinnen stattdessen die Kinder mit einem Holzboot zu erfreuen. Die Lieferung bereitete diesmal keine Schwierigkeiten und so trafen wir uns abends am 12.9., bei immer noch 30 Grad im Schatten, mit guter Laune, Hacke, Schaufeln und Wasserwaage im Gepäck, am Kindergarten. Uns fiel jetzt die Aufgabe zu, ein Teilstück der schräg abfallenden Wiese zu begradigen, um das künftige Schiff vor dem Kentern zu bewahren. Mit Hilfe zwei weiterer freiwilliger Helfer erledigten wir frohgemut und im Schweiße unseres Angesichts in eineinhalb Stunden unsere Arbeit. Den weiteren Abend ließen wir unter der liebevollen Bewirtung der Kita- Leiterin Irene Friesenhagen und Anke Reinhardt gemütlich mit einem gemeinsamen Essen ausklingen sowie mit der Aussicht, bald das neue Holzboot mit einer Runde Sekt zu taufen.

P.S. Die durch die Umstände entstandene Wartezeit ließ die Niederschelder Truppe jedoch nicht unnütz verstreichen. Wir trafen uns, nachdem wir im Februar schon im strömenden Regen einen langen und äußerst unterhaltsamen Waldspaziergang gemacht hatten, in Judiths Garten, um bei Grillwurst, Nudelsalat und Bier auf die neugeknüpfte „4 gewinnt“ - Freundschaft anzustoßen!

zurück zum Seitenanfang ►

 

Baumpflanz-Aktion Eisern

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ (Martin Luther)

Getreu dieses Luther Spruches pflanzte jetzt eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der vier evangelischen Gemeinden Gosenbach/Oberschelden, Niederschelden, Eiserfeld und Eisern/Rinsdorf, einen Apfelbaum als Hoffnungszeichen.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Gestaltungsprozess der Region 3 (Süd), zu der die oben genannten Kirchengemeinden zählen. Dieser Prozess, der bereits vor einem Jahr angelaufen und bis zum Jahr 2025 angelegt ist, soll die zukünftige Entwicklung der vier Gemeinden, unter dem Motto: „Vier gewinnt“ berücksichtigen helfen.

Dabei geht es darum, mit einer demographisch bedingt schrumpfenden Anzahl an Gemeindemitgliedern und Pastoren und geringeren finanziellen Ressourcen zurecht-zukommen bzw. die Zukunft der vier Kirchengemeinden gemeinsam zu gestalten.

Die Pflanzung wurde durch private Spenden, eine finanzielle Unterstützung des Kirchenkreisausschusses zur Bewahrung der Schöpfung und die logistische Hilfe der Firma Gartenbau Panthel ermöglicht.

zurück zum Seitenanfang ►

 

 

„Vier gewinnt!“
Die Zukunft der Region Siegen-Süd gestalten

Mit diesem Ziel haben sich Menschen in Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach auf den Weg gemacht, gemeinsam darüber nachzudenken, wie Gemeindearbeit in den Gemeinden unserer Region im Jahr 2025 unter dann veränderten Bedingungen miteinander gestaltet werden kann.

Dazu haben sich am 19./ 20. Juni die Mitglieder der Projektgruppe zu einer „wertschätzenden Erkundung“ der Gemeinden getroffen.

Sonst sind wir es ja eher gewohnt, den Blick auf das zu richten, was nicht so gut läuft, wo es Probleme und Schwierigkeiten gibt. An diesem Wochenende war es einmal genau anders. Die Gemeinden sollten diesmal ganz bewusst das aufzeigen, was bei ihnen gut läuft – mit ganz erstaunlichen und Mut machenden Ergebnissen.

So konnten wir miteinander entdecken, dass nicht nur bei uns, sondern auch in Gosenbach die Zusammenarbeit mit Gemeinschaft und CVJM gelingt und die Gemeindearbeit prägt und trägt. Niederschelden und Eiserfeld stellten unter anderem ihre Taufelternarbeit vor.

Und auch bei uns gab es manches, was von außen positiv gesehen wird: Die enge Zusammenarbeit in der Konfirmandenarbeit und  der Jugendarbeit und die Schnupperwochenenden zur Gewinnung neuer Mitarbeiter.

Alle Teilnehmer waren sich nach dem Wochenende einig: Es tut auch mal gut, wenn andere mit dem Blick von außen wahrnehmen, was in den einzelnen Gemeinden auch gut läuft – oft Dinge, die man in der Gemeinde selber so nicht sieht oder als selbstverständlich betrachtet.

Aber es wurden zum Abschluss auch konkrete Vereinbarungen getroffen: So soll überlegt werden, ob nicht in alle Gemeindebriefen in Zukunft eine regionale Seite  zu finden sein soll, in der auf Aktionen und besondere Veranstaltungen in den anderen Gemeinden hingewiesen werden soll.

Auch über eine Vernetzung der Konfirmandenarbeit durch gemeinsame Aktionen mit den unterschiedlichen Konfi-Gruppen soll nachgedacht werden. So soll z.B. ein “Konfi-Cup“ veranstaltet werden  - ein gemeinsames Fußballturnier der Konfi-Gruppen der Region Siegen-Süd.

„Vier gewinnt!“ Die Zukunft der Region Siegen-Süd gestalten. Nach diesem Wochenende sind alle Teilnehmer in ihre Gemeinden zurückgekehrt mit dem guten Gefühl: Wir sind auf einem guten Weg – auch wenn der noch lang ist.

zurück zum Seitenanfang ►

 

 

Gestaltungsprozess Kirchenkreis Siegen 2025
(Was ist das?)

In unseren Kirchengemeinden haben wir seit 2013 den vor uns liegenden „Gestaltungsprozess 2025“ bekannt gemacht.



     Rahmenbedingungen (Wussten Sie schon?)

  • Der Kirchenkreis Siegen ist in 7 Regionen (Verwaltungsbezirke) eingeteilt. Die Regionen beherbergen jeweils mehrere Kirchen-gemeinden. Wir gehören zur Region 3 mit den vier Kirchengemein-den Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach.
  • Die Synode des Ev. Kirchenkreises Siegen hat im Sommer 2013 den Gestaltungsprozess „Ev. Kirchenkreis Siegen 2025“ beschlossen.
     
  • Gründe dafür sind u.a., sinkende Gemeindegliederzahlen (Demografische Entwicklung, Kirchenaustritte), die Messzahl der Gemeindeglieder von 3.000 pro Pfarrstelle, aber auch fehlender Pfarrernachwuchs.

    Aufgaben und Fragen
  • Die Kirchengemeinden haben von der Kreissynode den Auftrag erhalten, den „Gestaltungsprozess 2025“ jeweils für die eigene Region aktiv zu gestalten.
  • Wie kann das Gemeindeleben im Jahr 2025 gelingen? Wie vermeiden wir eine Über-/Unterversorgung in den vier Kirchengemeinden bei Gemeindegrößen von 1.800 – 4800 Mitgliedern? Welche Möglichkeiten von Kooperationen gibt es da? Kann die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden gewahrt bleiben? Was ist kirchen- und personalrechtlich zu beachten?
  • Was können und was müssen die Kirchengemeinden tun um diesen Strukturwandel erfolgreich und weitgehend selbstbe-stimmt zu gestalten? Wie können wir das den Menschen in unseren Gemeinden erklären? Wie können wir die Menschen in unseren Gemeinden von den nötigen Veränderungen überzeugen?

      Gut

Mit all diesen Aufgaben und Fragen haben sich die Kirchengemeinden der Region 3 zunächst jede für sich und dann gemeinsam auseinander gesetzt. Der Kirchenkreis hat den Prozess vorangetrieben und in jeder Region eine Steuerungsgruppe (Pfarrer, Presbyter) eingesetzt. Nach den ersten Arbeitstreffen der Steuerungsgruppe Region 3 wurde der Wunsch nach einer externen Beratung laut.

Der Kirchenkreis fand die Idee gut und erklärte sich bereit, die externe Beratung zu begleiten und zu finanzieren.

Die Presbyterien haben Ende 2014 der Vereinbarung mit dem Beratungsteam, Pfr. Lambeck (Gemeindeberatung, Amt für missionarische Dienste) und Pfr. Pompe (Zentrum für Mission in der Region), per Beschluss zugestimmt.

          Vier  gewinnt - Die Zukunft der Region Siegen Süd gestalten

Unter diesem Motto trafen sich 2 Pfarrer und 11 Gemeindeglieder (die Projektgruppe besteht aus je 4 Vertretern der vier Gemeinden) unter der Leitung des Beratungsteams am 21. und 22. Feb. im Haus Patmos, Geisweid.

Die wohl wichtigste Frage ist: „Was passiert, wenn nichts passiert?“

Die eindeutige Antwort lautet: „Man wird verändert, ohne die Möglichkeit derEinflussnahme zu nutzen.“

Um die Möglichkeit der Selbstgestaltung wahrzunehmen wurden in den 2 Tagen folgende Gesichtspunkte besonders deutlich:

  • Der Veränderungsprozess muss bewusst gestaltet werden und die betroffenen Menschen sollen daran beteiligt werden.
  • Neue Strukturen und Kooperationen müssen sorgfältig entwickelt werden.
  • Es ist wichtig die örtlichen Stärken in der Region zu suchen und hervor zu heben.
  • Das Zusammenwirken der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen muss gestärkt werden.
  • Die pfarramtliche Versorgung für die Zukunft ist zu klären.

Im Feedback wurde übereinstimmend das gute Gefühl betont, dass sich nach den 2 Tagen bei der Projektgruppe eingestellt hat. Es überwiegt die Hoffnung, dass dieses gute Gefühl an die Gemeinden weiter gegeben und in den weiteren Terminen verfestigt werden kann.

Anke Degenhardt (Eiserfeld)
Detlef Paul (Niederschelden)
Andrea Rink (Eisern)
Friedrich Seidel(Gosenbach

zurück zum Seitenanfang ►