Aufbruch

Die neue Kirchengemeinde macht sich auf den Weg

Jedes Jahr bringt Neuerungen. Auch das Jahr 2020. Für uns wird es ganz entscheidende Neuerungen bringen.

Ab dem 01.01.2020 wird es die Ev. Kirchengemeinde Eisern in ihrer jetzigen Form nicht mehr geben. Wir werden Teil der neuen Ev.-ref. Emmaus-Kirchengemeinde Siegen.

Zusammen mit den Geschwistern aus Eiserfeld, Gosenbach und Niederschelden machen wir uns auf den Weg, als eine Gemeinde zusammenzuwachsen.

Der Weg von Jerusalem nach Emmaus, den die beiden Jünger damals am ersten Ostertag gegangen sind, der ist ca. 10 Kilometer lang. Den legt man in 2-3 Stunden zurück. Der Weg, der jetzt vor uns liegt, der wird länger sein.

Da gibt es jetzt vieles zu regeln und auf den Weg zu bringen: die Arbeit der Gemeindebüros muss aufeinander abgestimmt werden, ein neuer Gemeindebrief für die neue Gemeinde soll im Herbst 2020 an den Start gehen, ein neues Presbyterium wird im April für die Gesamtgemeinde gewählt werden.

Eine weitere Änderung, die ab dem 1.Januar greift, betrifft meine Arbeit als Pastor. Ich werde neben dem Gebiet der alten Kirchengemeinde Eisern nun auch seelsorglich zuständig sein für Gemeindeglieder im Bereich der ehemaligen Kirchengemeinde Eiserfeld, die in der Kohlenbach, am Kaiserschacht und im Wiedthal wohnen.

Altes und Gewohntes werden wir mit auf den Weg nehmen. In den künftigen Gemeindebezirken wird das, was sich dort in der Gemeindearbeit bewährt hat, auch erhalten bleiben.

Aber auch Neues werden wir auf dem Weg miteinander entdecken und schätzen lernen.
„Einheit in Vielfalt“ – das war das Motto, unter dem sich unser Kirchenkreis auf dem Kirchentag in Dortmund präsentiert hat. Das würde ich mir wünschen für unsere neue Gemeinde: Dass wir die Vielfalt in ihr entdecken und als Bereicherung erleben und in dieser Vielfalt uns doch als Einheit verstehen – und mehr und mehr zusammenwachsen.

Wir machen uns auf einen Weg, auf dem manches sicher auch noch unsicher ist – so wie bei den beiden Jüngern auf ihrem Weg nach Emmaus.

Aber wir gehen diesen Weg in einem Vertrauen, das diese beiden Jünger noch nicht hatten: Wir gehen diesen Weg nicht allein. Jesus geht diesen Weg mit uns. Mit seinen Möglichkeiten dürfen wir rechnen.

Seine Jünger haben das im Nachhinein erkannt, als er das Brot bricht. Wir hoffen darauf, dass wir das an dem einen oder anderen Punkt auch auf dem Weg schon spüren und miteinander erleben: Dass unser Herr mit uns auf dem Weg ist; mit uns auf dem Weg hin zu den Menschen in unserer neuen Gemeinde.

Mit uns unterwegs in dann geänderten Strukturen und doch immer noch mit dem gleichen Auftrag: Den Menschen das zu sagen und zu zeigen, dass Gott sie liebt – bedingungslos – und dass er für ihr Leben eine ewige Perspektive hat.

Machen wir uns dazu auf den Weg mit dem Motto der CVJM-Jungschar: Mit Jesus Christus mutig voran!

                                               Ihr/ Euer Michael Goldau