"Was für ein Vertrauen!“

Oder: Die Sache mit der Jogging-Hose

„Was für ein Vertrauen!“ Das war die Überschrift über den Gottesdienst am Ende der Konfirmandenfreizeit vom 22.-24 Februar in Wemlighausen für 11 Konfirmanden und 10 Mitarbeiter.

„Was für ein Vertrauen!“ Um Petrus ging es. Um Petrus, der mitten im Sturm auf dem See das Boot verlässt und über das Wasser zu Jesus läuft.

„Was für ein Vertrauen!“ In kleinen Gruppen ging es beim Bibel-Talk (statt Predigt) um genau dieses Vertrauen. Fazit der Konfis: Mit diesem Vertrauen ist `ne Menge möglich. Vieles, was wir uns selbst nicht zutrauen. Aber mit Jesus – kein Ding!

Und selbst wenn es schief geht – Jesus lässt uns nicht hängen. So wie bei Petrus! Der bemerkt Wellen und Wind. Und da ist auf einmal die Angst größer als das Vertrauen. Er geht unter. Ohne Jesus hätte er keine Chance. Und Jesus?! Der packt an. Bringt ihn in Sicherheit – ins Boot.

„Was für ein Vertrauen!“ Eins, das auch da trägt, w0 ich die Kontrolle verliere.

Apropos „Kontrolle verlieren“! Da war doch was. „Wer in der Jogging-Hose das Haus verlässt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!“ So das vernichtende Urteil des kürzlich verstorbenen Modedesigners Karl Lagerfeld über dieses Kleidungsstück.

Hätte Herr Lagerfeld Recht, würde das für die meisten der Konfis zutreffen: Sie hätten die Kontrolle über ihr Leben verloren. Denn das angesagteste modische Kleidungsstück dieser Freizeit war die Jogging-Hose.

Die Jogging-Hose ging immer: Beim Spiele-Abend genauso wie beim Mittagessen. Bei der Bibelarbeit, bei den Andachten oder beim Gottesdienst. Einige haben selbst beim traditionellen Derby „Mitarbeiter gegen Konfis“ in der „Wemlighausen-Arena“ nicht darauf verzichten wollen. Genützt hat es aber nichts.

Diese Arena hat schon manches legendäre heiß umkämpfte Match erlebt mit Schnee und Eis wie im letzten Jahr. Bei Sonne und zweistelligen Plusgraden kam diesmal wenig Spannung auf. Die Mitarbeiter hatten das Spiel im Griff und gewannen auch diesmal verdient -trotz des Einsatzes einiger Konfis, die bis ans Limit gingen und dafür ihre Brille opferten.

Auf den Spiele-Abenden ging es wie immer hoch her. Da wurden Gummi-Bärchen mit dem Mund aus Tennisschlägern befreit, Tennisbälle mit den Knien befördert oder Quizfragen beantwortet, bis die Köpfe rauchten.

Wie üblich stand auch diesmal das Thema „Abendmahl“ im Mittelpunkt der Bibelarbeit - nicht nur theoretisch, auch ganz praktisch.

Ein Teil der Konfirmandinnen hat diesmal das Brot fürs Abendmahl selber gebacken (genau nach Vorschrift!) Und das Ergebnis war echt gelungen. Beim Abendmahl ist auf jeden Fall nichts übrig geblieben von diesem selbstgebackenen Brot.

Und noch etwas war ganz anders: Unter den Konfis waren wohl einige Heinzelmännchen. Die haben den Gruppenraum unaufgefordert und unbemerkt in der Nacht noch aufgeräumt – sehr zur Freude der Mitarbeiter.(Vielen Dank an die Konfis, die da beteiligt waren).

Kein Ärger, keiner, der ermahnt werden muss und Konfis, die schon um 12 Uhr nachts tief und fest schlafen – was will man mehr.

Dass die ein oder andere Türklinke schon mal mit einer undefinierbaren Masse verschönert wurde und der Gang zum Klo für die Jungs zum Abenteuer wurde, weil Toiletten und Wasserhähne mit Frischhaltefolie zugeklebt waren – was soll’s. Die Jungs haben lässig und cool reagiert und sich nichts anmerken lassen. (Da müsst ihr noch ein bisschen üben, Mädels!)

Am Ende gab es bei strahlendem Sonnenschein noch ein Gruppenfoto und die Erkenntnis: Karl Lagerfeld hat sich geirrt. Trotz  Jogging-Hose - die Kontrolle über sein Leben hat keiner verloren. Im Gegenteil!

Denn wichtiger als alle modischen Fragen, wichtiger als Style und Fashion ist, dass Jesu in meinem Leben da ist und dass ich darauf vertraue.

Wir wünschen den Konfis, dass sie das mitnehmen von dieser Freizeit. Das wäre doch schon was!