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Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde
Eisern & Rinsdorf

Grundsteinlegung 1955
Grundsteinlegung 1955
 
Alte Schule um 1955
Alte Schule um 1955
 
Kirche im Rohbau um 1957
Kirche im Rohbau um 1957
 
Glocken werden installiert 1957
Einbau der Glocken 1957
 
Abschiedsandacht Alte Schule 1958
Abschiedsandacht Alte Schule 1958
 
Neue Orgel 1965
Neue Orgel 1965
 
Abendmahltisch aus Mooreiche 1996
Abendmahltisch aus Mooreiche 1996
 
Alte Schule 2010
Alte Schule 2010

Um 1500

Die alte Kapelle in Eiserns Dorfmitte ist wahrscheinlich schon in vorreformatorischer Zeit erbaut worden. Nach alten Berichten soll dort die heilige Helena verehrt worden sein. In unregelmäßigen Abständen haben wohl auch Gottesdienste stattgefunden.

Um 1600
Vermutlich 1581 brennt die Kapelle ab, wird danach aber wieder aufgebaut. 
Eisern gehört zu dem Zeitpunkt schon zum so genannten Kirchspiel Rödgen Wilnsdorf.1626 erlässt Johann der Jüngere von Siegen Nassau ein Edikt, das die Rekatholisierung von Siegen und Umgebung zum Ziel hat. Johann der Jüngere ist selbst im Jahre 1612 bei einer Italienreise zum Katholischen Glauben übergetreten. Die reformierten Pfarrer werden nun abgesetzt und man verbietet den Menschen die Bestattung ihrer reformierten Angehörigen auf dem Friedhof bei der Kirche zu Rödgen. 

Aus diesem Grund werden wohl in Einzelfällen Bestattungen von Reformierten Christen illegal in Eisern an der Kapelle vollzogen. Knochenfunde beim Umbau des alten Backes untermauern diese Berichte. 

Um 1650
Erst mit der Beendigung des 30-jährigen Krieges durch den westfälischen Frieden werden die Kirchen in Rödgen und Wilnsdorf von beiden Konfessionen gleichberechtigt genutzt, bleiben aber in evangelischem Besitz.

Um 1700
Mit dem Regierungsantritt des katholischen Fürsten Hyazinth (1699) beginnen erneut starke Rekatholisierungsbestrebungen in Siegen und Umgebung. Reformierte Lehrer werden entlassen und gezwungen, ihre Wohnhäuser katholischen Kollegen zu überlassen. Dies führt in vielen Orten zu großem Unmut und passivem Widerstand der Bevölkerung.
Ein Ende findet dieser Zustand erst wieder mit dem Amtsantritt des evangelischen Prinzen von Oranien, Wilhelm IV., der 1738 die Regierung des ganzen Landes übernimmt.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts verlaufen die Geschicke des Kirchspiels Wilnsdorf-Rödgen dann ruhiger. 

Um 1900
Um die Seelsorgearbeit in den immer größer werdenden Gemeinden besser leisten zu können, wird 1892 das Kirchspiel Wilnsdorf vom Kirchspiel Rödgen abgezweigt.
Zu dieser Zeit findet schon monatlich einmal ein Nachmittagsgottesdienst in der kleinen Kapelle in Eisern statt.

1933
Die Einwohnerzahl Eiserns hat sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stark vergrößert. Außerdem wird der Schulraum in der alten Kapellenschu-le 1929 durch den Bau der neuen Schule auf dem Heuper nicht mehr für den Schulunterricht benötigt. Man beschließt deshalb 1930, die „Alte Schule“ umzubauen um so einen größeren Versammlungsraum für den Gottesdienst zur Verfügung zu haben. Trotz großer finanzieller Probleme kann die umgebaute Kapelle im Juli 1933 wieder eingeweiht werden. Den Besitz des Gebäudes teilen sich dann seit 1933 ein Kapellenverein, der der Gemeinde Rödgen untersteht und die politische Gemeinde Eisern, die sich per Vertrag die gegenseitigen Nut-zungsrechte zusichern. 

1936
Eisern erhält einen Hilfsprediger (Pastor Kopsch). Die Orte Rinsdorf und Eisern zählen zu diesem Zeitpunkt schon 2000 evangelische Einwohner.  

1946
Eisern-Rinsdorf wird zur zweiten Pfarrstelle der Kirchengemeinde Rödgen erhoben. 

1949
Pastor Gerhard Müller wird Pfarrer in Eisern. Er ist maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass Eisern seine eigene evangelische Kirche erhält.